Willkommen in der Schule am Auetal!


 

Oberschule Ahlerstedt

Schule am Auetal


Büntweg 5

21702 Ahlerstedt

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Schulgarten

Einführung:

In früheren Generationen wurden nahezu alle Kinder und Jugendliche selbstverständlich von ihren Eltern oder Großeltern an den Garten herangeführt und in die Gartenarbeit einbezogen. Im Garten wurde ein großer Anteil der im Haushalt verwendeten Lebensmittel hergestellt und der Garten bestimmte den Küchenplan der Familie. Es wurde gekocht, was im Garten gerade reif war. Die Kinder wuchsen mit dem Garten auf und haben sich an der Gartenarbeit beteiligt. So waren sie mit der Arbeit und den frisch geernteten Produkten vertraut, denn diese bildeten die Grundlage der Nahrung. Der Schulgarten der heutigen hoch technologisierten Zeit vermittelt Kindern und Jugendlichen, dass hochwertige Lebensmittel Zeit brauchen und dass ihre Produktion mit Arbeit verbunden ist; aber auch, dass sich die Mühe lohnt und die Produkte köstlich sind. Der Schulgarten leistet so auch einen unverzichtbaren Beitrag zum Thema „Gesunde Ernährung“.

 

Im Garten erfährt der Mensch sich als Teil der Natur. Nur wer den Reichtum der Arten, ihre Schönheit, aber auch die wechselseitige Abhängigkeit der Lebewesen voneinander wahrgenommen hat, ist auch bereit, diese Vielfalt zu schätzen und zu schützen. Der Schulgarten kann einen wichtigen Beitrag zu einem verantwortlichen Umgang mit der natürlichen Mitwelt und zur Werte-Erziehung leisten.

 

Der Schulgarten bietet eine Fülle von Eindrücken und Möglichkeiten, er ist als „Grünes Klassenzimmer“ zentraler Lern- und Erlebnisort.

Kinder und Jugendliche lernen im Garten, geduldig zu warten, zu akzeptieren, dass Entwicklungen Zeit brauchen, dass nicht alles sofort möglich, nicht alles per Mausklick ein- und ausschaltbar ist. Der Garten ist eine wichtige Ergänzung zu den modernen Technologien, er „entschleunigt“, sorgt für Oasen der Ruhe und Konzentration. Der Garten ist ein Trainingsplatz für Disziplin, Verantwortung, Ausdauer und projektorientiertes Lernen.

 

Für eine dringend erforderliche und erfolgreiche Umwelterziehung mittels Schulgarten im heutigen Schulalltag lassen sich folgende Argumente anführen:

 

  • Kinder und Jugendliche erleben Natur unmittelbar vor der Schultür, der Schulgarten verbindet außerschulische Wirklichkeit und Unterricht
  • sie erfahren den Zusammenhang zwischen Natur- und Umweltbeziehung
  • es ist eine Kontinuität im Umgang mit der Natur gegeben, verbunden mit der Notwendigkeit, Verantwortung zu übernehmen
  • den Kindern und Jugendlichen wird ein ganzheitlicher Zugang zur Natur unter Beteiligung von Kopf, Herz und Hand vermittelt
  • sie erfahren und reflektieren Grundtatsachen des Lebens wie Vermehrung, Entwicklungsvorgänge, phänologische Rhythmen, Kreisläufe, wechselseitige Abhängigkeit aller Lebewesen untereinander und ihre jeweilige Abhängigkeit von Boden, Wasser, Luft und Klima
  • der Schulgarten ist ein Ort gemeinsamen Lebens und Tuns, da er auf gemeinsames Planen und Realisieren gründet, die Arbeit in ihm bringt so auch den sozialen Aspekt der Erziehung zur Geltung
  • die Schulgartenarbeit vermittelt positive Erfahrungen, weil Kinder und Jugendliche hier lernen, dass pflegerischer Umgang mit Pflanzen und Tieren erfolgreich sein kann
  • es handelt sich um wirklichkeitsbezogenes Lernen, mit der Notwendigkeit, sich Konflikten und Entscheidungen zu stellen
  • der Schulgarten im Sinne der praktischen Umwelterziehung berücksichtigt Schülerinteressen, ist situationsgerecht, handlungsorientiert und er zeigt ein greifbares Ergebnis
  • der Schulgarten ermöglicht fächerübergreifendes Lernen

 

Beschreibung des Objektes:

 

Der Schulgarten der Schule am Auetal ist 5-Gehminuten vom Schulzentrum entfernt und so leicht zu Fuß zu erreichen. Die von Eltern zur Verfügung gestellte Fläche in Ahlerstedt (LK Stade, Niedersachen) hat eine momentane Nutzgröße von 10 x 15 Metern (erweiterbar) und lag bis jetzt unter landwirtschaftlicher Nutzung mit regelmäßiger Gründüngung. Die Bodenart wurde als Lehmsand der Geestlandschaft (Niedersächisches Umweltministerium 2007) kartiert, hat somit also eine mittlere Wasserhaltekapazität und ist zum Anbau nicht anspruchsvoller Pflanzenarten geeignet. Dies sind ideale Bedingungen für das Anlegen eines Schulgartens. Die Schüler selbst haben die Gestaltung des Gartens geplant und sich für einen geometrisch angelegten Arbeitsschulgarten mit ökologischer Bewirtschaftung entschieden. Mittelpunkt des Gartens soll ein Hochbeet werden (Nutzung als Kräutergarten). Die anderen Beete werden im Jahr 2011 erstmals unter Berücksichtigung verschiedener gärtnerischer Aspekte bepflanzt. Am Rand des Schulgartens soll außerhalb der Nutzfläche ein Sinnespfad entstehen, der mit den anderen naturwissenschaftlichen Fächern ein fächerübergreifendes Lernen möglich machen soll. Außerdem wird ein 2 x 10 Meter großer zusätzlicher Bereich für den Sachkundeunterricht der Grundschule (GS) und die AG Landwirtschaft des Schulzentrums eingerichtet. Im Randbereich sollen noch ein Sinnespfad und ein notwendiger Kompost angelegt werden.

 

Nutzen des Schulgartens/Einbindung in die Schulaktivitäten:

Der Nutzen des Schulgartens besteht in erster Linie im fächerübergreifenden Unterricht im „Grünen Klassenzimmer“ der naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik. Hier können zusätzlich Bodenproben untersucht, pH-Wert-Messungen durchgeführt und Wasserproben analysiert werden. Im Fach Hauswirtschaft kann am Beispiel des Schulgartens die Frische verschiedener Lebensmittel untersucht und verwertet werden, so dass auch ein ernährungsphysiologischer Aspekt des Schulgartens gegeben ist. Er soll aber auch den künstlerischen Aspekt der Fächer Kunst, textiles Gestalten und Werken unterstützen. Der Schulgarten im Sinne der praktischen Umwelterziehung soll die Schülerinteressen berücksichtigen, situationsgerecht, handlungsorientiert und praxisorientiert genutzt werden. Der Schulgarten soll ein Ort gemeinsamen Lebens und Tuns sein, da er auf gemeinsamem Planen und Realisieren gründet, die Arbeit in und an ihm soll so auch den sozialen Aspekt der Erziehung zur Geltung bringen.

 

Im Rahmen der Schulaktivitäten wird der Schulgarten in erster Linie vom Wahlpflichtkurs Gartenbau (angelehnt an die Fachschaft Biologie) genutzt und vor allem gepflegt. Er kann und soll langfristig aber auch von der breit angelegten AG-Struktur der Schule am Auetal genutzt werden und profitieren. Die Arbeitsgemeinschaften Landwirtschaft, Schulkiosk und Beaute-Naturkosmetik werden in der Schule als Schülergenossenschaft betrieben, diese können vom Schulgarten in vielerlei Hinsicht beliefert werden und profitieren. So sollen zum Beispiel die frischen, selbst erzeugten Nahrungsmittel des Schulgartens in den Schülerkiosk geliefert werden, der wiederum wird die Nahrungsmittel verarbeiten und kann so die Ausgaben für Nahrungsmittel einsparen. Diese eingesparten Kosten könnten dann wiederum in die jährlichen Investitionen des Schulgartens eingespeist werden.

Die Landwirtschafts-AG bekommt im Schulgarten eine kleinere Fläche zum Anbau von Koniferen, Gemüse und Obst zur Verfügung gestellt. Diese Artikel können bei bestimmten öffentlichen Events (z.B. Schulshopping, Herbstmarkt, etc.) verkauft oder verarbeitet werden und können so eine weitere finanzielle Unterstützung der Schülergenossenschaft schaffen. In der Kosmetik-AG könnten selbstangebaute Kräuter und Blüten verarbeitet und den AG-Schülern der Weg vom Rohstoff zum Produkt noch genauer verdeutlicht werden. Profitieren kann der Schulgarten andererseits zum Beispiel von der Holzwürmer-AG durch die Erstellung von Insektenhotels, die dann in die Anlage eingebracht werden können.

 

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